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„Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ läuft bereits seit dem 28. Januar in den deutschen Kinos und erntete sowohl hierzulande als auch in Amerika großen Zuspruch. Selbstverständlich hat es nicht lange gedauert, bis „Ubisoft“ das passende Lizenzspiel zur Verfilmung des im Jahre 1978 erschienen Kinderbuches für die „Xbox 360“, „PlayStation 3“ und „Wii“ nachschiebt. Nachdem Lizenzspiele in der Vergangenheit immer wieder grottenschlecht umgesetzt wurden, scheint sich dieses Genre nun allerdings auf einem aufsteigenden Ast zu befinden. Ob das auch auf „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ zutrifft, wollen wir klären.
Es regnet Essen
Flint Lockwood ist ein leidenschaftlicher Tüftler, aber bislang waren all seine bizarren Erfindungen, von Aufsprühschuhen bis hin zu Affengedankenlesern, totale Flops. Dennoch ist Flint nach wie vor wild entschlossen, etwas zu entwickeln, das die Menschen glücklich macht. Sein neuester Einfall, eine Maschine, die Wasser in Essen verwandeln soll, zerstört versehentlich den Rathausplatz und schießt hoch in die Wolken davon. Doch plötzlich geschieht ganz unerwartet etwas wirklich Spektakuläres: Es regnet Cheeseburger! Flints Maschine funktioniert tatsächlich! Das kulinarische Wetter ist auf Anhieb bei allen Einwohnern von Schlaraffenfels ein Riesenerfolg und Flint wird zum neuen Star der Stadt. Sein Leben scheint endlich perfekt. Doch als die Menschen gierig immer mehr Essen fordern, gerät die überlastete Maschine plötzlich außer Kontrolle: Sie entfesselt Spaghetti-Tornados und produziert gigantische Fleischbällchen. Die Stadt ist in Gefahr, unter Bergen von Eiscreme begraben zu werden.
Tatsächlich spielt die komplette Story des Films allerdings so gut wie keine Rolle und wird auch kaum bis gar nicht berücksichtigt. Der Spieler steigt sofort in das Spielgeschehen ein und wird direkt mit einer untergehenden und von Essen bedrohten Welt konfrontiert. So gilt es nun sich von Level zu Level zu kämpfen, anstürmende Fleischmassen und Salathindernisse zu überwinden und verschollene Menschen aus den Fängen von Gorgonzola zu befreien. Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen ist dabei in fünf Episoden mit je vier Levels unterteilt, an deren Ende immer wieder eine kleine Herausforderung wartet, die mit befreiten Menschen belohnt wird. Dem Spieler stehen im Kampf gegen die Futtermassen fünf verschiedene Waffen mit je drei freischaltbaren Stufen zur Verfügung. Ein tragbarer Toaster erlaubt es euch zum Beispiel die Gegner zu schmelzen oder es werden mit dem Staubsauger lästige Flüssigkeiten oder Nudeltornados beseitigt. Im Spielverlauf kann der Spieler zudem über Nahrungscontainer eine ultimative Waffe basteln, die den „Endboss“-Kampf im Spiel vereinfachen kann.
Ein wahrer Kinderteller
Spielerisch gleichen sich die drei Versionen für PlayStation 3, Xbox 360 und Wii wie ein Ei dem Anderen, lediglich optisch sehen die Versionen für die beiden Next-Gen-Konsolen einen Tick besser aus. Trotzdem kann die Grafik mit den heutigen Standards nicht mehr mithalten und wäre mit Sicherheit vor fünf bis zehn Jahren besser angekommen. Das karge Leveldesign und die fehlende Liebe zum Detail könnten dem Spiel das Genick brechen. Hervorzuheben ist allerdings der richtig gute Soundtrack, den man größtenteils komplett aus dem Film übernommen hat und der sicherlich das einzige Highlight des Spiels darstellt. Spielerisch stellt „WmAaF“ keine großen Herausforderungen. Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist sehr niedrig, so dass sogar Kinder unter vier Jahren den Titel spielend einfach bewältigen können. Ein implementierter Koop-Modus ermöglicht es euch sogar mit einem Freund in Form von Hausaffe Steve zusammen durch die Level zu hüpfen. Leider macht das Ganze das Spiel auch nicht wirklich besser.
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