Test: Valkyria Chronicles 2
Als Valkyria Chronicles vor zwei Jahren exklusiv für die PlayStation 3 erschien, war es durch seine Mischung verschiedener Genres und einer unkonventionellen grafischen Gestaltung ohne Zweifel eines der außergewöhnlichsten Spiele auf dem Markt. Die Fortsetzung ist nun erneut exklusiv für Sony entwickelt worden, diesmal allerdings für die PSP. Gehen damit weitere Änderungen einher?
Eine ungewöhnliche Akademie

Gerade weil der Erstling recht unkonventionell daherkam, werden sicherlich viele Spieler nicht genau wissen, was sie erwartet bzw. worum es eigentlich geht. Nur gut, dass Valkyria Chronicles II (VCII) uns den Einstieg nicht sonderlich erschwert und man den Vorgänger nicht zwingend gespielt haben muss. VCII setzt zwei Jahre nach Ende des Vorgängers ein. Die Herzogin von Gallia eröffnet ihrem Volk eine Darcsen zu sein – eine Rasse, die den meisten minderwertig erscheint. Das Land ist fortan gespalten. Einige stehen zu ihr, andere wiederum nicht. Dies löst einen Bürgerkrieg aus, dem die Armee allein nicht Herr wird. Die Kadetten der Lanseal Militär Akademie sollen einspringen, darunter auch der Bruder des 17-jährigen Avan Hardings. Als dieser erfährt, dass sein Bruder gefallen sein soll, zieht auch er in den Krieg – und wir mit ihm.
Das klingt jetzt alles genauso bierernst wie bereits im Vorgänger, doch die Geschichte ist diesmal etwas leichtfüßiger geraten, verzichtet aber dennoch nicht darauf, ernste Themen wie Krieg, Rassismus, Liebe und Tod anzusprechen. Nichtsdestotrotz, Avan wird mit Dienstantritt als G-Class eingestuft und gehört damit zu jenen Außenseitern, die die Fußabtreter in Lanseal darstellen. Man muss kein Hellseher sein, um zu erahnen, dass die Gruppe, weil sie als eben solche agiert, am Ende die Helden sein werden. Spannend erzählt ist die Geschichte dennoch.