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Die Transformers-Filme von Regisseur Michael Bay zeichnen sich nicht gerade durch eine tiefsinnige Handlung oder besonders originelle Dialoge aus. Dafür stimmt die Action. Bei den Videospielumsetzungen stimmte hingegen nichts. Sie waren – wie so oft – Lizenzschrott. Nun versucht Activision Blizzard bei Transformers: Mission auf Cybertron alles besser zu machen. Ob das Spiel wie seine Vorgänger in die Tonne wandert, klären wir in unserem Review:
Krieg in der Heimat
Noch bevor sich die Autobots und Decepticons auf der Erde die Köpfe einschlugen, tobte auf ihrem Heimatplaneten Cybertron ein erbarmungsloser Krieg. Diesen Konflikt erlebt der Spieler nun in jeweils fünf Kapiteln auf Seiten der guten sowie der bösen Transformers. In der 3rd-Person-Ansicht steuert man bekannte Transformers wie Optimus Prime, Megatron oder Bumblebee durch die linearen Levels und ballert was das Zeug hält.
Jeder Roboter verfügt dabei neben seinem Schießprügel noch über besondere Fähigkeiten, beispielsweise Unsichtbarkeit, und natürlich über eine individuelle Verwandlung. So transformieren sich die Kämpfer in schwere Panzer, wendige Autos oder schnelle Düsenjets. Geht ein Transformers wortwörtlich in die Luft, spielt sich Transformers: Mission auf Cybertron wie ein Air-Shooter à la Tom Clancy’s H.A.W.X.
Die fantastischen Drei
Bei den abwechslungsreichen und insgesamt sehr spannend inszenierten Missionen stehen euch immer zwei Blechkameraden zur Seite. Die verhalten sich, völlig überraschend, sehr intelligent. Sie suchen selbstständig Deckung, nehmen die teils clever agierenden Gegner unter Beschuss und was das Beste ist: sie stehen euch nie im Weg! Die K.I.-Kämpfer dürfen selbstverständlich von menschlichen Spielern ersetzt werden.
Zieht ihr mit euren Freunden in die Schlacht, solltet ihr euch vor dem Einsatz absprechen, wer welche Klasse übernimmt. Zur Auswahl stehen Soldat, Kundschafter, Anführer und Wissenschaftler, die sich anhand ihrer Waffengattungen und Fähigkeiten unterscheiden. Somit bekommt die rasante Ballerei eine taktische Note spendiert, mit der wir so nicht gerechnet haben.
So kann man sich irren
Mit viel haben wir ohnehin nicht gerechnet. Umso überraschender, dass aus Transformers: Mission auf Cybertron ein richtig gutes Actionspiel geworden ist, welches sich sehr gut spielt und dank Unreal Engine 3 richtig gut aussieht. Oft wurde der Engine ja vorgeworfen, Oberflächen zu plastisch und kalt darzustellen, Im Falle des Planeten Cybertron hätte man keine bessere Wahl treffen können.
Gut ausgewählt wurden auch die englischen Sprecher, die den starken Kampfkolossen mit klirrenden und verzogenen Stimmen Leben einhauchen. Ebenso passend wie die Synchronisation präsentiert sich die Musik, die das Geschehen abwechselnd mit Orchesterklängen oder mechanischen Geräuschen unterstreicht. Hierfür ein schallendes „Bravo“.
Keinen schallender Applaus, dafür aber ein anerkennendes Nicken verdient sich der Multiplayer-Modus, der mit den verschiedenen Deathmatch- und Capture the Flag-Varianten aufwartet. Wie bei Call of Duty: Modern Warfare 2 oder Battlefield: Bad Company 2 erhaltet ihr bei den Matches Punkte, die ihr gegen neue Waffen und Updates eintauscht.
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