Test: F1 2011
Großer Rennsport auf einer kleinen Konsole. Keine Frage, was Publisher Codemasters bei der PlayStation Vita-Version von F1 2011 alles auffährt, ist schon weltmeisterlich. Schadensmodell, Regelsystem, variable Wetterbedingungen, alle Teams und Fahrer der letzten F1-Saison und dazu auch noch alle Strecken. In Punkto „Features“ kann die Handheld-Fassung also durchaus mit der PS3-Version mithalten. Ob das kleine Modul auch technisch so glänzt wie die Blu-ray-Version?
Willkommen in der Königsklasse
Die Entwickler von Codemasters verfolgten mit F1 2011 wirklich sehr ehrgeizige Ziele. Das von der PS3 bekannte Spiel sollte nahezu 1:1 auf den neuen Handheld portiert werden. Soll heißen: alle Fahrer, Teams, Strecken und auch noch ein komplexes Regel- und Schadenssystem. Auch das variable Wettersystem befindet sich mit auf dem kleinen Modul. Wenn man weiß, wie brillant das hauseigene Entwicklerstudio die Konsolenfassung gestaltet hat, ist die Erwartungshaltung relativ hoch. Doch zu Beginn möchten wir potentielle Käufer erst einmal darauf hinweisen, dass nicht Codemasters selbst an der Handheld-Version geschraubt hat, sondern das unabhängige Entwicklerstudio Sumo Digital für die Umsetzung verantwortlich ist. Das britische Studio konnte bereits mit der Wii-Version von F1 2009 erste Erfahrungen im Formel 1-Zirkus sammeln.
Auf dem ersten Blick präsentiert sich F1 2011 für PS Vita fast genau so umfangreich und opulent wie der Konsolen-Bruder. Insgesamt bietet der Racer satte sieben Spielmodi, die für genügend Langzeitmotivation sorgen sollten. Neben den bekannten Spieloptionen „Schnelles Rennen“, „Zeitfahren“, „Grand Prix“ und „Karriere“ gesellen sich noch „Weltmeisterschaft“, „Challenges“ und Multiplayer. Die verschiedenen Spielvarianten sind größtenteils selbsterklärend, weswegen wir sie hier nur kurz anreißen möchten. Schnelles Rennen bietet die Möglichkeit, ohne Umschweife in ein F1-Rennen einzusteigen, im Zeitfahren zaubert ihr schnelle Runden auf den Asphalt, der Grand Prix-Modus ermöglicht euch ein komplettes Rennwochenende auf der Strecke eurer Wahl inklusive freiem Training und den Qualifying-Sessions.
Die „Karriere“ ist der Hauptschwerpunkt des Spiels. Hier könnt ihr eure Formel 1-Karriere starten und euch Rennen für Rennen an die Spitze fahren. Wie bei den Konsolenfassungen startet ihr auch auf der Vita-Version zuerst mit einem Testlauf für eines der langsameren Teams. Erreicht ihr die Zeitvorgaben der Teststrecke, könnt ihr einen Vertrag für die kommende Saison unterzeichnen und los geht’s. Gelingt es euch, in der laufenden Saison gute Resultate Einzufahren, winken Angebote besserer Teams. Bei sehr guten Leistungen könnt ihr schon in eurer vierten Saison bei einem der Top-Teams anheuern.
Möchtet ihr direkt bei Ferrari, Red Bull oder Mercedes Benz einsteigen, trotzdem aber eine gesamte Saison fahren, kommt euch der „Weltmeisterschaft“-Modus entgegen. Hier sind alle Teams sofort frei wählbar. Unter dem Punkt Challenges finden sich insgesamt 60 (!) unterschiedliche Aufgaben, in denen es bspw. darum geht, bewegliche Hindernisse zu umfahren, Checkpoints zu erreichen oder möglichst viele Gegner zu überholen.
Im Multiplayer-Modus könnt ihr gegen bis zu drei weitere Spiele Ad-Hoc oder auch online antreten. Während unseren Testsessions spielte sich F1 2011 online durchweg flüssig, allerdings waren die Server aufgrund der Tatsache, dass weder Spiel noch Konsole offiziell erschienen waren, wenig belastet.