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NBA Street Homecourt
 
Titel NBA Street Homecourt
Entwickler Electronic Arts
Publisher Electronic Arts
System Sony PlayStation 3
Genre Sportspiel
Sprache Englisch, deutsche Bildschirmtexte
Spieleranzahl 1-2 (online bis 4)
USK -
Release erhältlich
   
Vote Das ist mein Lieblingsspiel
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bestellen

 

NBA Street Homecourt - Test 03.04.2007

  Test | Fazit/Wertung Test von P. Schröder     
   
 


Wenn es darum geht, ein Spiel mit möglichst ausgefallenen Mitteln zu bewerben, setzte Publisher Electronic Arts in den letzten Monaten wahrlich neue Maßstäbe. Denn kaum einem Spieler sind die emotionalen Clips aus NBA Street Homecourt, in denen die NBA-Stars persönlich ihre größten Momente und Visionen preisgaben, entgangen, woraufhin der Titel innerhalb kürzester Zeit mehr als bekannt wurde. Mit NBA Live hat EA zwar schon ein heißes Eisen in der Hinterhand, auch wenn die 07'er Auflage nicht der erhoffte Erfolg wurde, doch richtig abgedreht wird es nun erst im actionlastigen NBA Street Homecourt. Wir haben das Spiel in unserem Review genauer unter die Lupe genommen.


My Home is my Court

Im Hauptmenü angekommen, dürfte sich bei vielen zunächst ein mittlerer Schock bemerkbar machen, denn bei der Auswahl an Spielmodi haben sich die Entwickler dezent zurückgehalten und sind keine Risiken eingegangen. Leider macht sich dieser Aspekt auch schnell im Umfang bemerkbar, da es außer dem Homecourt-Modus, der eine Art Karriere darstellt, und einigen Trainingsmodi, wie dem Gamebreaker-Battle und dem Trick-Battle, keine weiteren Optionen ins Spiel geschafft haben. Außerdem steht ein ‚Create-A-Baller‘-Editor bereit, in dem ihr euren Recken ein ganz persönliches Aussehen verpassen könnt. Ob der zweifelhafte ‚Back-to-the-Roots’-Modus, in dem die Trickpunkte und Gamebreaker, aussortiert wurden, wirklich nötig gewesen wäre, stellt man am besten so in den Raum und sollte jeder für sich selber entscheiden.

Das Herzstück des Spiels ist jedoch der Homecourt-Modus, in dem ihr euch zu Beginn einen individuellen Charakter zusammenbastelt und ihn bis zur Ikone der Basketball-Szene treibt. Eurer Fantasie ist hier freien Lauf gelassen, da eine visuelle Mischung aus drei NBA-Stars geschaffen werden soll. So wählt ihr zum Beispiel die Visage von Lonnie Young aus und kombiniert diese mit den körperlichen Eigenschaften von Rip Hamilton und spielerischen Attributen von Carmelo Anthony. Gespielt wird dann in 3-gegen-3-Matches, während eine Abfolge von Challenges den spielerischen Rahmen bildet – eine Story gibt es nicht. Am Ende jeder Partie geht das Team als glücklicher Sieger vom Platz, das am schnellsten eine bestimmte Anzahl an Punkten erreicht hat. Ihr trefft hierbei in unregelmäßigen Abständen immer wieder auf Matches, in denen strenge Regeln gelten. Beispielsweise sind nur Dunks gerne gesehen, normale 1-Punkte-Würfe werden euch nicht gut geschrieben. Ein anderes Mal stehen 2-Punkte-Würfe auf dem Programm, wobei allerdings keine Dunks, sondern nur Weitwürfe gezählt werden. In späteren Spielabschnitten könnt ihr außerdem euer Outfit verändern und stärkere Spieler für euer Team anheuern. Leider ist die Spielzeit mit gerade mal 8-9 Stunden viel zu knapp bemessen, was auch nicht durch die freispielbaren Classic- und All Star- Mannschaften untergraben werden kann.

Glücklicherweise sicherte sich Electronic Arts die Original-Lizenzen der NBA. Somit laufen sämtliche Stars aus der echten National Basketball Association über die Courts und ihr könnt erstmals sogar mit der weiblichen Schar aus der WNBA auftrumpfen, darunter Sue Bird, Diana Taurasi und Sheryl Swoopes.


Spektakuläre Moves mit viel Stil

Während NBA Street Homecourt das Spielmodi-Rad folglich nicht neu erfindet, obwohl der Homecourt-Modus zweifellos motivierend ist, aber zu wenig Tiefgang bietet, erfreuen einige spielerische Neuerungen das Spielerherz. So ist der Trickstick aus NBA Street V3 dem Rotstift zum Opfer gefallen und wurde durch die zwei Trickknöpfe, im Fachjargon „Trickremixer“ genannt, ersetzt. Die drei Schützlinge werden mittels dem linken Analogstick dirigiert, während ihr mit den X- und Y-Buttons einfache Tricks ausführt, erst in Verbindung mit den vier Schultertasten kommen jedoch famose Moves zustande. Durch die schiere Größe des Trickrepertoires kommt echte Experimentierfreude auf, da jeder Button den Trick modifiziert.

Besonders elegant wurde der Jump-Off-Dunk ins Spiel integriert, bei dem ihr über den Rücken eines Teamkameraden in luftige Höhen springt und den Ball ins Rund hämmert. Wer sich lieber schnell aus den Deckungsfängen seines Gegenübers befreien möchte, spielt das Gummi mit Nylon-Fäden kurzerhand zu seinem Mitspieler, läuft sich frei und fordert anschließend den Ball zurück, wodurch ihr das Gegnerteam im wahrsten Sinne des Wortes hinters Licht führt. Wenn euer Trickbalken am oberen Bildschirmrand durch genügend Moves gefüllt ist, dürft ihr zu einem verrückten Gamebreaker ansetzen, der spielerisch alles in den Schatten stellt, was ihr zuvor im Spiel gesehen habt. Der Bildschirm färbt sich schmutzig und euer Laufpensum steigt enorm, wobei euch ein Gegenspieler nur in den seltensten Fällen einen Strich durch die Rechnung machen kann. Neben Hip Hop Rhythmen wird dem Bildschirm beim Replay ein zunehmend schmutziger Farbfilter verliehen.

Eine weitere Neuerung sind die 2-Punkte-Dunks, die ihr nur mit dem richtigen Geschick ausführen könnt. Wie gewohnt setzt ihr bei entsprechender Nähe zum Korb mit gedrückter Wurftaste zum Dunking an. Wird die Taste zu einem unbestimmten Zeitpunkt nach dem Absprung losgelassen, wird der Angriff in einen Korbleger umgewandelt. Lasst ihr die Wurftaste dagegen bis kurz vor Erreichen des Korbrings gedrückt, hämmert der Spieler den Ball spektakulär in den Korb. Eine Anzeige dokumentiert diese Aktion für ein besseres Timing. Wenn ihr den Button allerdings zu spät freigebt, purzelt euer Spieler zu Boden und der Ballverlust ist fast unvermeidbar.

Unser kleiner Exkurs demonstrierte nur einen Bruchteil dessen, was das Tricksystem wirklich beinhaltet. Um wirklich alle Kniffe der Steuerung zu beherrschen und auch online gegen die „Besten der Welt“ bestehen zu können, müssen viele Spielstunden investiert werden. Einsteiger könnten glatt vermuten, die Steuerung sei überbelegt, doch schon bald wird eine sinnvolle Buttonanordnung ersichtlich. Die Steuerung ist schnell erlernt und flotte Showeinlagen auf dem Platz sind dann keine Seltenheit mehr.


Ich leb' online

Wen alleine die Langeweile überkommt und wer dem Homecourt-Modus nach dem einmaligen Durchspielen keinen Spaßfaktor mehr abgewinnen kann, sollte zur Online-Multiplayer Variante greifen oder sich alternativ mit Freunden an einer Konsole die Dunks gegenseitig um die Ohren hauen. Online geht es wie im Singleplayer Modus in 3-gegen-3 Partien um die meiste Punktzahl, wobei ihr euren Gegner nach allen Regeln der Basketball-Kunst alt aussehen lassen solltet. Nette Idee, aber in der Praxis alles andere als ein wahres Umfangsmonster: Keine Ligen, abgespeckte Ranglisten, lediglich eine simple "Mann-gegen-Mann"-Competition darf gespielt werden.

Erfreulicherweise kam es während unserer Testsessions zu wenigen Lags und auch die Spielervermittlung trug ihr übriges zum schnellen Spieleinstieg bei – klasse! Vor allem im Multiplayer Modus erlebt ihr so manchen "AHA"-Moment, da ihr Trickfacetten der menschlichen Gegner in Augenschein nehmt, von denen ihr nicht mal wusstet, dass es sie gibt.


Schweißbänder und nasse Trikots

Bleiben zum Abschluss nur noch Worte zur technischen Umsetzung zu sagen. Das Grafikbrett dürfte so manche Münder offen stehen lassen, zumal NBA Street Homecourt nicht nur die Spiegelungen und Lichteffekte auf dem Boden der Indoor-Hallen grandios und glaubwürdig in Szene setzt. Täuschend reale Schattenwürfe, eine schnelle Framerate und tolle Spielerbewegungen sorgen zudem für ein echtes Basketball-Feeling. Vor allem auf einem aktuellen HDTV-Gerät beansprucht der EA-Titel die Hardwarepower der Playstation 3. Glücklicherweise können auch die mit vielen Details geschmückten Areale überzeugen. Wir hätten uns allerdings dynamische Zuschauerränge gewünscht, die sich im fertigen Spiel sehr emotionslos verhalten. Zudem vermissten wir schmerzlich unterschiedliche Wettereffekte, da es einzig und allein unter gleißenden Sommertemperaturen zur Sache geht.

Im auditiven Sektor gibt es nichts zu meckern, es werden aber auch keine Höhenflüge veranstaltet. Eingedeutschte Texte sucht man vergebens, die komplette Sprachausgabe und Texte wurden englisch gehalten, was sehr zum amerikanischen Hinterhof-Flair beiträgt. Ansonsten bestimmt ein rockiger Soundtrack gepaart mit den coolen Sprüchen der Protagonisten das Spielgeschehen.




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  Test | Fazit/Wertung  

Übersicht

  TEST / VORABTEST
03.04.2007NBA Street Homecourt - Test

TIPPS & TRICKS
03.04.2007NBA Street Homecourt - Alle Courts & neuer Ball
03.04.2007NBA Street Homecourt - Spieler freischalten

SCREENSHOTS
17.10.2006NBA Street Homecourt - 15 neue Screenshots

 

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