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Sie mögen unkomplizierte Action? Zusätzlich sind sie extrem angetan wenn es um fernöstliche Storyakzente und Samurais geht? Dann haben sie sicher auf der PS2 den einen oder anderen Teil von „Onimusha“ mit Freuden durch gespielt und kennen vielleicht auch „Genji“ von Game Republic. Während Fans von „Devil May Cry“ und des bereits erwähnten „Onimusha“ sich noch einige Zeit gedulden müssen, gönnt Game Republic den Besitzern der PS3 die Fortsetzung ihres Titels. Ob „Genji: Days of the Blade“ qualitativ überzeugen kann und Japan-Freunde ausreichend unterhält, klären wir mit unserem Katana im Review des Titels.
Monster, Charakterwechsel und Historisches
Geschichtlich baut „Days of the Blade“ direkt auf den PS2-Vorgänger auf, aber keine Sorgen, auch ohne den ersten Teil gespielt zu haben kommt man mit „Genji 2“ bestens klar. Drei Jahre nach den Geschehnissen spielt der Nachfolger. Zwar hat der damalige Held Yoshitsune mit Hilfe seiner Kameraden den Heishi-Klan besiegt, doch die Gerüchte mehren sich, dass eben dieser nach Rache strebt und dabei nicht einmal die Verstärkung von Dämonen scheut. Also zieht der Spieler erneut in die Schlacht um das damalige Japan zu retten, dabei schlüpft man auch wieder in die Rolle von drei Nebencharakteren. Benkei ist dabei ein mächtiger Mönch, welcher eine Art riesigen Baumstamm einsetzt um sich seiner Feinde zu erledigen, außerdem kann man nur mit Benkei größere Hindernisse einfach zerschlagen.
Ebenfalls zur Hilfe stehen noch die Priesterin Shizuka, welche mit besonderen Kettenklingen in die Schlacht zieht, damit lassen sich z.B. Gegner heranholen oder aber der eigene Charakter über Abgründe versetzen. Fürst Buson ist der letzte im Bunde, dieser Kriegsgott schlüpft in die Haut eines sterblichen und ist daher auch in der Lage hin und wieder auf übermenschliche Fähigkeiten zurück zu greifen.
Zwischen all diesen Charakteren kann man nach einiger Spielzeit hin und her wechseln, was an gewissen Punkten auch nötig ist um weiterzukommen. Letztlich spielt es sich aber meistens mit Yoshitsune am besten. Im Verlauf des Spiels sammelt man Erfahrung und Kristalle, mit Hilfe dieser lassen sich etwa die gefunden Waffen verbessern um so mit den stärkeren Feinden mithalten zu können. Die Gegner sind dabei meistens Dämonen bzw. Samurais mit einer grünlichen Maske und größtenteils kämpft man leider gegen eine große Anzahl der immer gleichen Feindestypen, welche nicht gerade mit einer besonderen Intelligenz gesegnet sind.
Kampftechniken und besondere Fähigkeiten der Charaktere
Die Charakterwechsel haben wir bereits durchleuchtet, aber neben diesen Besonderheiten haben die Figuren auch noch mehr zu bieten. Neben diversen Items zur Lebensverbesserung und Auffrischen der Kamui-Anzeige, dazu später mehr, lassen sich auch noch neue Waffen finden, wobei man sich eher auf das Aufrüsten von einer bestimmten Art konzentrieren sollte. Tötet man Feinde lassen diese etwa nützliche Kristalle zurück, aber auch die Kamui-Anzeige füllt sich langsam auf. Diese Fähigkeit ist besonders wichtig, wenn man von vielen mächtigen Feinden umringt ist, löst man diese aus, so versetzt es den Charakter in eine Art andere Dimension. Hier ist die Zeit verlangsamt und durch Quick-Time-Events (das schnelle Drücken von verschiedenen Tasten die Angezeigt werden) kann man sämtliche normalen Feinde auf dem Bildschirm unbeschadet ausschalten.
Neben den Standard-Attacken stehen euch auch weitere Möglichkeiten offen, dazu zählt die Abwehrhaltung und diverse Kombos und Spezialmanöver, zu Beginn reicht aber meist das ständige Ausführen der normalen Attacke noch aus um siegreich zu bleiben. Rätsel sucht man in „Genji“ meistens vergebens, hier steht die Action im Vordergrund. Unzugängliche Bereiche werden meistens schlicht dadurch geöffnet, dass man die erscheinenden Gegner ausschaltet oder aber etwa Hindernisse zerstört oder darüber springt.
Klingt das nicht zu schön um wahr zu sein?
Bisher hört sich ja alles ziemlich positiv an und dem ist auch durchaus so, an solider Actionkost mit Japanischen-Flair gibt es ja nicht viel auszusetzen, auch wenn der Charakterwechsel selten wirklich nötig ist und die Gegnermassen stupide KI-Verhalten an den Tag legen und wie Klonkrieger ausschauen. Gut, dass war jetzt doch schon negativ behaftet, ich gebe es zu, doch das allein wäre durchaus verschmerzlich, denn den Spielspaß töten diese eher kleinlichen Mängel nicht wirklich ab.
Feste Kameraperspektiven sind bei „Genji: Days of the Blade“ der Aspekt der das Spiel bzw. den Spielfluss leider dafür fast völlig tötet. Im Grunde wäre es halb so schlimm, auch wenn feste Einstellungen nicht gerade für Next-Gen sprechen, könnte man damit ja leben wenn diese wenigstens gut oder wenigstens brauchbar gewählt wären. Doch leider stellt sich die Ansicht oftmals viel zu spät um oder überhaupt nicht. Beispiele gefällig? Stellen sie sich vor sie laufen herum und plötzlich ist da ein Abgrund, gut der Charakter hält sich vorerst fest, doch warum sind die Ansichten so gewählt das man praktisch blindlings ins eigene Verderben läuft? Dasselbe passiert wenn man sich etwa auf die gegenüberliegende Seite schwingen will, hier braucht man dank der nicht automatischen Erfassung und Kamera manchmal unzählige Versuche. Doch es kommt noch ärgerlicher, wenn der Bildschirm mit Feinden überfüllt ist wird man so oft von eben diesen erwischt ohne den Gegner vorher auch nur gesehen zu haben. Man schlägt ergo blindlings auf Feinde welche man nur auf dem Radar sieht oder man haut einfach nach guter Menschkenntnis um sich, auch ärgerlich sind hier Bogenschützen auf Dächern die man dank der Ansicht erst recht nie zu Gesicht bekommt.
Leider macht der Titel auch optisch nicht den allerbesten Eindruck, Feuer- und Wassereffekte sehen zwar beeindruckend aus, dafür sind Charakterdesign, Animationen und Texturen eher das Gegenteil. Wer weiterhin auf eine deutsche Sprache hofft wird ebenfalls enttäuscht von dannen gehen, entweder verlässt man sich auf die englischen Sprecher inkl. deutscher Untertitel oder gönnt sich das Abenteuer auf Japanisch, was durchaus anzuraten ist da die Stimmen der Englischen-Variante nicht gerade zu Begeisterungsrufen führen werden.
Multiplayer, Coop oder Splitscreenmodi sucht man ebenso vergebens, „Genji“ ist ein reines Singleplayer-Abenteuer. Bei Bedarf lassen sich allerdings Teile der Daten auf der Festplatte auslagern, was deutlich verkürzte Ladezeiten zur Folge hat und sich sehr empfiehlt.
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